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Des Meisters neuer Fuhrpark

Und wieder kommt einer aus der Band zu den aktuellen Aufnahmen zu Wort:
Diesmal lässt uns Jo Corda einen Blick hinter die Kulissen werfen. Seine Tagebuchnotiz ist schon ein paar Tage her, die Aufnahmen sind mittlwereile im Kasten. Seine Probleme bei der Entscheidung für das 'richtige' Instrument gehen aber spätestens dann wieder los, wenn die aktuellen Studio-Songs für das kommende Live-Set arrangiert werden.



Ene, mene Miste.....


...Ich geb's ja zu, ....langsam vergrößern sich meine angesammelten Instrumente zu einem ausgedehnten Fuhrpark. Da räkeln sich in schon fast unverschämter Harmonie zwei Lap Steels, Geige, zwei Mandolinen, Mandola, Mandobanjo, elektrische Sitar und Bouzouki auf dem Sofa und schreien: „Nimm mich!“

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Hört Ihr die Rufe auch??


Eigentlich reagiere ich auf solche Zurufe eher verhalten, wenn...ja wenn nicht jedes von diesen lieb gewonnen Teilen seinen eigenen speziellen Sound hat, der mich doch immer wieder schwach macht und mich zu einem breiten Grinsen veranlasst. Und es macht ja  riesigen Spaß, mit den verschiedenen Klängen bei den neuen Songs experimentieren zu können und „Farbtupfer“ zu Keyboardlines und „rockin' guitars“ zu setzten. Nur, wo ist welches Instrument das richtige?
 
Da gilt es Viel auszuprobieren, zumal meine „Kisten“ zum Teil in unterschiedlichen Tunings gespielt werden, wobei jedes einzelne davon mir wieder ganz andere Möglichkeiten erschließt. ....Wie war das wieder bei den Demos, spielte ich die Mandola nun in der GDAE- oder in der GDAD- Stimmung. Es ist zwar nur ein einziger Ganztonunterschied, aber eröffnet ganz andere Welten.
Noch viel schlimmer ist es mit den Lap Steels. Wer sich einmal ernst mit offenen Stimmungen beschäftigt hat, weiß, wovon ich spreche. Ihr könnt euch gerne einmal auf John Ely's Steel Guitar Webside schlau machen, da sind über 30 Open - Tunings aufgelistet. Find 'mal die richtige für dich!
(Wer's wissen will, zur Zeit hab' ich mich auf ein abgewandeltes G-Major und B11th eingeschossen.)

Wie auch immer, heute gilt es „Losing my Head“ und „Frozen Fields“ einzuspielen – coole Nummer. Ich bin bereit für Mandoline und Mandola, habe beide sauber gestimmt, mir die Demos dazu wegen der Abläufe nochmal angehört und bin heiß darauf loszulegen.

Fehlt eigentlich nur noch der Producer. Der rumpelt noch etwas verschlafen in der Küche herum und versucht sich einen weiteren Kaffee zu ziehen. Den hat er auch nötig, schließlich saß er gestern Nacht noch bis 3.30 Uhr vor seinem Computer, um schon aufgenommene Takes zu sondieren, zu schneiden und  für Rough Mixes zusammenzustellen. Zehn Minuten später kommt er mit einer dampfenden Kaffeetasse ins Studio, wünscht „Moin, moin“, hält ein kleines Schwätzchen mit mir und eröffnet mir dann: „Wat is', können wir?“ Na klar können wir, ich hab schon die Mandola für den ersten Song in der Hand. Doch zu meiner Überraschung: „Ne, ne, Mandos sind bei 'Losing my Head' zuerst einmal nicht. Ich habe heute Nacht die Takes nochmal durchgehört. Die Line, die Shook gestern Abend noch eingespielt hat, verträgt sich nicht mit der Mandola. Lass uns 'mal was mit der Lap Steel probieren. Die bräuchten wir noch für einen Solopart.“ - Ja, toll!! Also weg mit der Mandola und schnell die richtige Lap Steel mit dem richtigen Tuning in die Hand (B11th) .
... Na ja, was soll ich sagen, eine gute halbe Stunde später war der Part eingespielt, die Lap rotzt und heult und klingt einfach geil.... Chris hatte 'mal wieder den richtigen Riecher. So isser halt, immer für 'ne  Überraschung gut. - Dafür ging bei „Frozen Fields“ alles nach Plan, ich konnte wie gedacht meine Mandos spielen ...

Kommentare

  • 1) GDAE B11th was??? ;-)

    Autor(in): Markus Uhl

    ihr seid ja fleißig!! (ich war länger nicht auf Eurer Website...)
    von Jo's Fachgesimpel versteh ich zwar ehrlich gesagt kein Wort, finde es aber sehr interessant mal so richtig tiefe Einblicke 'hinter die Kulissen' zu bekommen!! Dankeschön dafür.
    Und lasst Euch Zeit, lieber ein paar Monate länger gewartet und dafür dann aber wieder so ein richtig geiles Teil wie die 'Heading for the sun' als Ergebnis... :-)

    • 2) Kein Titel

      Autor(in): jo

      ...so schlimm ist es mit dem fachgesimpel gar nicht: einfach am instrument etwas an den wirbeln herumschrauben, um ihm andere klang- und tonvariationen zu entlocken. das geht bei saiteninstrumenten ganz gut, bei 'ner trompete hab ich's noch nicht ausprobiert, aber mit dem richtigen werkzeug (hammer oder so) denke ich könnte ich selbst ihr noch ein paar interessante töne vor ihrem exitus entlocken.
      grüße
      jo

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